Datum

17/09/2025

Das Projekt IDEA ist ein kürzlich abgeschlossenes und vom ehemaligen Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördertes Verbundvorhaben, welches die MRK gemeinsam mit der „TU- Dresden“ und der Firma „PSI Transcom GmbH“ umgesetzt hat. Das Projekt hatte das Ziel, die mögliche Automatisierung von Depots öffentlicher Verkehrsunternehmen mittels innovativer Netzwerktechnologien zu erforschen, mit deren Hilfe die zeitkritischen und breitbandigen Kommunikations- und Ortungsanforderungen für eine Depotautomatisierung erfüllt und welche geeigneten Architekturen und Schnittstellen für eine Depotautomatisierung nutzbar gemacht werden können. Unter anderem wurde die Integrations- und Transferfähigkeit eines 5G-Campusnetzes untersucht, um maßgeschneiderte und wirtschaftliche Lösungen für die Depotautomatisierung im öffentlichen Verkehrsbereich zu ermöglichen. Dabei sollten neue Dienste zur Ortung, der Orchestrierung und Fernsteuerung von Fahrzeugen (Busse) über ein Depot-Managementsystem (DMS) erforscht und labortechnisch erprobt werden. Das bedeutete, die vollautomatisierten Busse über ein innovatives Funknetzwerk mit hinreichender Genauigkeit zu orten und latenzarm fernzusteuern.

Die MRK übernahm im Projekt die Projektleitung und stellte im MRK-Gewerbepark Torgau (Sachsen) ein Reallabor zur Verfügung, in dem ein Verkehrsdepot mit Innen- und Außenflächen simuliert werden konnte. Für das Projekt schaffte sich die MRK eine neue 5G-Infrastrukturanlage an, die im Reallabor installiert und in Betrieb genommen wurde. Vorher stellte die MRK mit Hilfe von Photogrammmetrie einen digitalen Zwilling des Reallabors her, der als Grundlage für die erforderliche Funknetzplanung diente und welche im Ergebnis darüber Auskunft gab, wo die 5G- Antennen im Reallabor bestenfalls installiert werden sollten, um den Anforderungen an Ortung und Kommunikation zu entsprechen.

Mit der 5G-Infrastrukturanlage war es möglich zu erforschen, inwieweit die  Antennenkonfigurationen die für die Ortung erforderliche Triangulation beeinflusst, wie genau die Positionierungsgenauigkeit unter verschiedenen Voraussetzungen und Beeinflussungen ist und ob sich die 5G-Technologie neben anderen Ortungs- und Kommunikationstechnologien in einem zu automatisierenden Verkehrsdepot sinnvoll implementieren lässt.

Da auf Grund des wachsenden Fachkräftemangels im öffentlichen Verkehrsbereich die Nachfrage nach Automatisierung von Verkehrsdepots immer weiter steigt, führte die MRK eine kriterielle  Wirtschaftlichkeitsanalyse in Form einer Kosten-Nutzen-Analyse durch, um eine erste Entscheidungsgrundlage für interessierte Verkehrsunternehmer zu schaffen und dabei zu zeigen, auf welche Faktoren es ankommt. Als Ergebnis entstand neben einem Whitepaper ein auf Excel basierendes kleines Tool, das verschiedene wirtschaftliche Kennzahlen (z.B. den ROI) berechnet, wenn man vorher die individuellen Attribute eines individuellen und bestehenden Verkehrsdepots (Depotgröße, Anzahl Busse, Art der Busse, einzusetzende Ortungs- und Kommunikationsinfrastruktur, etc.) einträgt. Dieses Tool wird zukünftig von der MRK eingesetzt, um Verkehrsunternehmen im Rahmen einer Beratung dabei unterstützen zu können, eine Investition in die Automatisation ihres Busdepots in Erwägung zu ziehen.

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