Eine Seilbahn für Cottbus?

Sind urbane Seilbahnen ein potentielles Verkehrsmittel der Zukunft für innerstädtische Verkehre? Im Konsortium untersucht die MRK Management Consultants GmbH die technische Machbarkeit einer urbanen Seilbahn sowie die wirtschaftliche Tragfähigkeit eines solchen Systems für die Stadt Cottbus. Die Begehung der potentiellen Trassen vor Ort lieferte erste Erkenntnisse.

Eine Seilbahn für Cottbus?

MRK erstellt technische Machbarkeitsstudie für urbane Seilbahn in Cottbus

Sind urbane Seilbahnen ein potentielles Verkehrsmittel der Zukunft für innerstädtische Verkehre? Im Konsortium untersucht die MRK Management Consultants GmbH die technische Machbarkeit einer urbanen Seilbahn sowie die wirtschaftliche Tragfähigkeit eines solchen Systems für die Stadt Cottbus. Die Begehung der potentiellen Trassen vor Ort lieferte erste Erkenntnisse.

Eine urbane Seilbahn als Verbindung vom Hauptbahnhof zum Hauptstrand des neu entstehenden Quartiers am Cottbusser Ostsee. Die Idee der Initiative „Seilbahn Ostsee“ wirkt im ersten Moment  unpassend für eine Region in der Lausitz – verbindet man Seilbahnen doch normalerweise eher mit Bergen und Skifahren. Bei näherer Betrachtung jedoch offenbaren sich die Potentiale dieser Projektidee.

Urbane Seilbahnsysteme feiern im Ausland bereits große Erfolge. In Deutschland jedoch prägen sie bisher nicht das Stadtbild. Dabei weisen urbane Seilbahnen zahlreiche Vorteile auf. Sie

  • erfordern wenige Eingriffe in die bestehenden Infrastrukturen,
  • können schneller und günstiger als eine klassische Straßenbahn errichtet werden,
  • haben einen geringen Flächenverbrauch,
  • können per Antrieb mit erneuerbarer Energie besonders klima- und umweltfreundlich sein,
  • entlasten den bereits vielfach mit Verkehr überfüllten, öffentlichen Raum,
  • nutzen den kürzesten Weg und haben keine Wartezeiten,
  • sind barrierefrei,
  • sind insgesamt besonders kostengünstig.

Die Projektidee in Cottbus sieht vor den Cottbusser Bahnhof mit dem neu entstehenden Quartier am Cottbusser Ostsee zu verbinden. Über Zwischenstationen mit Halt am Bahnhof Sandower Dreieck können das Stadion der Freundschaft und die Parklandschaften vom Spreeauen- über den Tier- bis zum Branitzer Park angebunden werden. Über weitere Zwischenstation kann die künftige klimaneutrale Seevorstadt auch klimaneutral ins öffentliche Verkehrsnetz eingebunden werden.

Im Rahmen der Trassenbegehung vor Ort (s. Bild) konnten bereits erste Erkenntnisse zu potentiellen Trassenverläufen festgehalten, Hindernisse identifiziert und eine Vorzugsvariante definiert werden. Das Quartier und die Landschaft rund um den Cottbusser Ostsee, der bis spätestens 2030 vollständig geflutet sein soll, stellt, mit Blick auf das Kraftwerk Jänschwalde, bereits heute ein beeindruckendes Panorama mit vielversprechenden Entwicklungspotentialen dar. Die Fertigstellung der Machbarkeitsstudie ist für Sommer 2021 avisiert.